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Asha e. V. Development for Bangladesh

Medical Devolopmnet for Bangladesh
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Offener Brief

 

Ein offener Brief an alle,

die mithelfen wollen und können:

 

 

(Lutz Hennings)

Von Lutz Hennings, Arzt und Vorsitzender eines gemeinnützigen Vereins, der in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck Programme zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen in Ländern der dritten Welt etabliert, des VHB.

 Bluthochdruck ist eine sehr häufige Erkrankung (> 1.000.000.000 Menschen sind weltweit betroffen), die Folgen von unerkannten und/oder unbehandelten Bluthochdruck sind schwerwiegend (Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzmuskelschwäche, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen, Augenhintergrundveränderungen, Demenz) und in vielen, vor allem armen Ländern nicht behandelbar. Die Menschen sterben an den Folgeerkrankungen. Gefährlich ist die Tatsache, dass ein zu hoher Blutdruck das Gefäßsystem unbemerkt schadet, betroffene Menschen fühlen sich nicht krank, gehen deshalb auch nicht zum Arzt (Bluthochdruck nennt sich deshalb auch „silent killer“).

Das kann er natürlich erst recht in den Ländern, in denen für ein Arztbesuch Geld bezahlt werden muss (z.B. in vielen Entwicklungsländern).

Einen zu hohen Blutdruck kann man also nicht fühlen, man muss ihn messen und anschließend die Bedeutung der Erkrankung und mögliche Maßnahmen zur Vermeidung des Fortschreitens der chronischen Erkrankung (Umstellung der Lebensweise, Ernährung, Stressabbau, Bewegung) den betroffenen Menschen erklären.

 

     Bildbeschreibung: Blutdruckmessung, Gesundes Essen, Bewegung, kein Stress mehr)

 

 

 

Genau das haben wir in einem der ärmsten Länder der Welt, in Bangladesch erfolgreich getan.

   (Karte Bangladesh aus Google)

Unser Projekt zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen in Bangladesch:

In Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, konnten wir erfolgreich zeigen, dass es möglich ist, durch die Schulung einheimischer Organisationen ein Programm zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen dezentral, nachhaltig und erfolgreich zu etablieren:

  Schulung Vorsorge                                                          Schulung von bengalschen Organisationen   zur Erkennung von Bluthochdruck / Diabetes

Dezentral: durch die Schulung der Organisation „Grameen Kalyan“ des Friedensnobelpreisträgers Prof. Yunus werden v.a. Menschen erreicht, die in den ländlichen Regionen Bangladeschs leben (ca. 75% der Bevölkerung) und von einer medizinischen Versorgung nahezu ausgeschlossen sind: Ärzte praktizieren nur in der entfernten Hauptstadt, wohin der Weg weit und für die meisten, v.a. arme Menschen unbezahlbar ist. Diese versterben dann auch qualvoll an Folgen des unbehandelten Bluthochdrucks. Durch eine wohnortnahe, dezentrale Versorgungsstruktur erhalten genau diese, benachteiligte Menschen eine Chance auf eine medizinische Versorgung, es kommt zu einer Demokratisierung der Medizin.

     

Nachhaltig: Durch die Schulung einheimischer Organisationen können diese das Programm eigenständig durchführen: die von uns geschulte Organisation Grameen Kalyan hat in der ersten Hälfte des Jahres 2008 > 60.000 in ländlichen Regionen lebender Menschen gescreent und bei > 15.000 einen Bluthochdruck neu entdeckt.

Bis heute wurden 100.000 Menschen untersucht.

Es ist das größte Präventionsprogramm, weltweit !

  

Diese Menschen wurden dann über die Bedeutung der Erkrankung Bluthochdruck aufgeklärt und in einem von uns vermittelten Maßnahmenprogramm unterrichtet.

 

Erfolgreich: 

Nach 3 Jahren Schulung werden nun auch Grameen Bank, Prof. Yunus (Finanzierung von Dialysezentren), Politik (Gesundheitsminister Bangladeschs) und Öffentlichkeit (Weltnierentag 2008 in Bangladesch) aufmerksam. Das Thema Prävention ist in Bangladesch angekommen und wird auch ohne fortlaufende Hilfe von außen eigenständig umgesetzt. Programme zum Ausbau der Therapie (Bau dezentraler Dialysezentren) werden erarbeitet, die Übertragung des Programms in andere Länder wird geprüft.

  

Bluthochdruck- das größte Problem, weltweit 

Auch in anderen Ländern ist unentdeckter, unbehandelter und unkontrollierter Bluthochdruck ein großes Problem:

 

In der Türkei beträgt die Inzidenz des Bluthochdruckes, obwohl die Menschen im Durchschnitt jünger sind als in Deutschland, schon 31.8% (Turkish Society of hypertension and renal desease, 2008).

 

Die Folgen davon (Situation nierenkranker Menschen in der Türkei) sind beschrieben, die Katastrophe für die betroffenen Menschen ist absehbar.

 

In Südafrika beträgt die Inzidenz für Bluthochdruck 23,9%, ebenfalls bei einer im Durchschnitt deutlich jüngeren Gesellschaft in Deutschland.

 

Weltweit sind nach Angaben der WHO mehr als 1.000.000.000 Menschen betroffen, zunehmend auch in Entwicklungsländern. Bluthochdruck wird neben einen individuellen nun auch zu einem gesellschaftpolitischen Brennpunkt, der Handlungsbedarf ist schon jetzt sehr groß.

 

Was wir uns wünschen

 

Das mehr engagierte Menschen uns helfen. 

In meiner Eigenschaft als Arzt in einem Nierenzentrum (Dialyse) sehe und versorge ich immer mehr Menschen anderer Nationalität, Menschen die z.T auch durch Sprachhindernisse von einer ausreichenden medizinischen Versorgung ausgeschlossen, bzw. der Zugang erschwert ist.

 

Ein Ziel unseres Vereins ist es, auch in Deutschland niedrigschwellige Strukturen zu schaffen, die ein Präventionsprogramm insbesondere auch diesen, schwer erreichbaren Menschen ermöglicht. Ein Programm, dass Menschen an anderen Orten (z.B. Kaffee, Mosche, Kaufmann) „abholt“, nach Risikofaktoren scrennt und die betroffenen Menschen über die Bedeutung von Bluthochdruck, deren Folgen und die Möglichkeiten einer nichtmedikamentösen Therapie aufklärt.

 

Abbildung 5.4.1, Seite 101

Krankheiten/Beschwerden, die bei ausländischen Staatsangehö­rigen (55 Jahre und älter) und Deutschen (60 Jahre und älter) zur Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen führten

Quelle: Freie und Hansestadt Hamburg, Sozial-empirische Studie, Ausländische Seniorenbefragung 1996 und deutsche Seniorenbefragung 1991/92 [32]

 

 Krankheiten/Beschwerden

 

Ausländer

 

 

Deutsche

 

 

 

Herz-/Kreislauferkrankungen

 

 

44,0 %

 

 

29,4 %

 

 

Rheuma

 

 

43,5 %

 

 

10,9 %

 

 

Mobilitätsbeeinträchtigung

 

 

26,2 %

 

 

11,3 %

 

 

Erkrankung der Lunge/Atemwege

 

 

23,0 %

 

 

8,0 %

 

 

Erkrankung der Verdauungsorgane

 

 

19,9 %

 

 

6,0 %

 

 

Diabetes mellitus

 

 

19,1 %

 

 

7,8 %

 

 

Gehbehinderung

 

 

13,1 %

 

 

14,3 %

 

 

Schlaganfall

 

 

11,2 %

 

4,2 %

 

Bluthochdruck ist auch in Deutschland eine häufige, unentdeckte und unbehandelte Erkrankung:

Es gibt > 27 Millionen Menschen in Deutschland mit Bluthochdruck, knapp 14 Millionen werden behandelt, davon sind nur 4,5 Millionen auch gut behandelt und kontrolliert. Bluthochdruck (und seine Folgen) ist die häufigste Todesursache in Deutschland.

Also Zeit dagegen etwas zu tun.

 

Genau diese Folgen versuchen wir mit unserem Projekt zu verhindern !

Dazu brauchen wir Ihre Hilfe:

 

Ihre Kontakte

Wir benötigen, um unser Programm auch anderen Menschen, Ländern, Organisationen zur Verfügung zu stellen und Prävention auch anderen Menschen zugänglich zu machen (im Ausland, aber auch Gruppen in Deutschland) Kontakte zu engagierten Gruppen, Menschen die dieses Programm, nach Schulung und Unterstützung in Ihren Ländern verbreiten und so v.a. armen Menschen zugänglich machen können,

z.B. Wangar Maathai, Kenia, wo auch bis zu 10% der Bevölkerung von Bluthochdruck betroffen sind [Hypertension in Kitui district: a comparative study between urban and rural populations; Katsivo MN, Apeagyie F; East African Medical Journal 68].

Kontakte zu Persönlichkeiten weltweit, die bereit und in der Lage sind, eine Etablierung unseres erfolgreichen Präventionsprogramms auch in ihren Ländern zu unterstützen,

Kontakte zum europäischen Parlament.

 

Weltweit sind sehr viel mehr Menschen betroffen (>1.000.000.000, in jedem Land nahezu 30% der Bevölkerung).

 

 

Ihre Verbindungen

Natürlich brauchen wir Geld, um dieses Projekt und seine Ausweitung in andere Länder/Organisationen zu finanzieren.

Wir erhoffen uns Verbindungen zu deutschen Firmen, die im Ausland (Asien) produzieren. Dort könnten dann Arbeiter in den dortigen Produktionsstätten gescreent, aufgeklärt und kontrolliert werden. Die Firmen könnten diesen Service erwerben, eingenommene finanzielle Mittel dann zum screenen und aufklären anderer mittelloser Menschen oder Organisationen in dem betroffenen Land eingesetzt werden. Das Programm finanziert und verbreitet sich dann selbstständig.

Auch hier sind wichtige Verbindungen notwendig und hilfreich:

Wie zu Gesundheits-und Entwicklungsministerien, zur Mitfinanzierung dieser gelungenen „Hilfe zur Selbsthilfe“, zur strukturellen Reform des gesamten bengalischen Gesundheitssystems und zur Etablierung dezentraler Versorgungseinheiten und des weltweit größten (und erfolgreichsten) Präventionsprogramms.

Dieses Programm könnte durch die Unterstützung der Gesundheits-und Entwicklungsministerien sehr schnell auch anderen Verbänden/Organisationen zugänglich gemacht und verbreitet werden. Dieses ist in Anbetracht der täglich an den Folgen unbekannter, unbehandelter Hypertonie leidender, sterbender Menschen dringend notwendig – jeder Schlaganfall und seine Folgen, jeder Herzinfarkt oder jedes Nierenversagen ist zuviel und tötet einen Vater oder Mutter, zerstört so Familien, Hoffnungen und Chancen der nächsten Generation.

 

Ihre Öffentlichkeit

Bluthochdruck und seine Folgen sind nahe zu unbekannt.

 

Auch Deutschland ist ein Entwicklungsland in der Erkennung, Behandlung und Vermittlung der Bedeutung von Bluthochdruck und seiner Spätfolgen.

 

In der umfassenden globalen Bedeutung nimmt Bluthochdruck eine Spitzenstellung ein: 1.000.000.000 betroffene Menschen weltweit sind betroffen.

 

Bluthochdruck ist nicht zu spüren aber leicht zu erkennen (Blutdruckmessung).

 

Doch weder erkannt noch behandelt führt er durch seine Spätschäden (s.o.) zu erheblichen Leid und vermeidbaren Sterben.

 

 

Die Therapie ist einfach: in einem ersten Schritt sollte eine Umstellung der Lebensweise erfolgen (Ernährungsumstellung, Bewegung, Stressabbau, Nikotin und Alkohol Stop, Gewichtsreduktion), regelmäßige Kontrollen erst dann eine bezahlbare medikamentöse Therapie.

 

Wir hoffen, dass wir mit der Umsetzung eines Präventionsprogramms in Bangladesch verdeutlichen konnten, dass es möglich ist, dieses Programm überall zu etablieren, Bluthochdruck zu entdecken, die betroffenen Menschen über die Bedeutung dieser Erkrankung aufzuklären und ein Fortschreiten der Folgeerkrankungen zu vermeiden.

 

 

Besonderer Schwerpunkt unseres Interesses sind neben Bangladesch, andere arme Länder.

 

Um dies zu erreichen, brauchen wir ausländische Partnerorganisationen, die wir mit unserem Screening-und Präventionsprogramm ausbilden und die dieses Programm dann eigenständig umsetzten.

 

Auch hierbei erhoffen wir uns Ihre Unterstützung: vielleicht kennen Sie ausländische Organisationen (müssen keine medizinische Organisationen sein), die wir ausbilden können.

 

 

Wir erhoffen uns durch Ihr Engagement eine möglichst schnelle Verbreitung der Prävention, und dadurch ein Aufhalten des globalen Leids des unbehandelten Bluthochdrucks.

 

 

Sehr gerne stellen wir Ihnen das Programm ausführlich dar.

 

Mit freundlichen Grüßen aus der Hansestadt Lübeck

                                                         

Lutz Hennings           Dr. Nehara Begum

(Vorstand VHB)       (Vorstand Asha e. V.)

_________________________________________

ASHA e.V- Medical
Development for Bangladesh

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